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Stadtlauf Berlin 2014: Weltrekordjäger-10 km-Staffel mit Weltjahresbestzeit und ein Algerier war dabei, Tim Ramdane Cherif!

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Autor: Abdelhamid Berrahma: AH-Redaktion für Kultur und SportHamid Berrahma photo

Ehem. USM Algier - Spieler und Trainer der algerischen Fußballmannschaft in Berlin 

Herr Berrahma ist Vorstandsvorsitzender des Deutsch-Algerischen Kulturvereins e.V. in Berlin

 

 

Tim Ramdane Cherif 1Tim Ramdane Cherif 0Als am Sonntag dem 24.08.2014 beim Stadtlauf Berlin von SportScheck und BMW, der Algerier Tim Ramdane Cherif, SCC Berlin, Azubi, den Staffelstab dem Schlussläufer Achim Achilles übergab, lag die angepeilte Zeit 2 Sekunden unter Weltrekordzeit.

Achim Achilles, „Wunderläufer“ und bekannt durch seine Spiegel-Online-Kolumne „Achilles´Verse“, bräuchte nur etwa 81 Sekunden für seinen 500m zu laufen, was machbar wäre, und der Coup hätte Geschichte geschrieben. Hätte er das geschafft, wäre dann der Weltrekord über 10 km geschlagen.

Die Zeit betrug am Ende des Staffellaufes 26:58 min, der Weltrekord in den 10 km-Straßenlauf von Leonard Patrick Komon (Utrecht 2010) lag bei 26:44 min. Also nur 14“ unter die Zeit. Schade! Wäre Ramdane Cherif, der auf die 1500m spezialisiert ist, weiter gelaufen und das kann er, er lief Bestzeit über die 500m, hätten wir theoretisch, aber sehr wahrscheinlich einen neuen Weltrekord verbucht.

Tim Ramdane Cherif, Nachwuchshoffnung von SCC Berlin und vielleicht auch für Algerien

Tim Ramdane Cherif AH Berrahma 1Tim, Jahrgang 194, ist in Berlin geboren. Sein Vater Lahcene Ramdane Cherif hat in den siebziger Jahren in Berlin studiert und ist Diplominformatiker. Der Inhaber des Geschäftes BRENDICKE an der Brandenburgische Straße 8, 10713 Berlin, im Bereich TV, Elektro, Computer, Zubehör, Reparatur- und Kundendienst, hätte nie im Traum daran gedacht, dass sein Sohn sich Einestages für Sport interessieren würde, da er selbst kaum Sport getrieben hatte.

Foto: Ramdane Cherif mit Hamid Berrahma, AH-Redaktion

Tim begann seine Sportlerkarriere als Fußballspieler u. a. bei der B-Jugend von Hertha 03. Als er 16 wurde und seine Vorliebe für das Laufen entdeckte, bemerkte ihn der SCC-Trainer Sebastian Strempler, Leichtathlet und Trainer,und bat ihm, bei SCC zu trainieren. In dieser Zeit ging er auf Empfehlung des Landessportbundes Berlin an die Poelschau Oberschule, die als Eliteschule des Sports gilt, wo u. a. Fußballspieler wie die Brüder Boateng von Hertha BSC, später FC Bayern, Schalke 04, studiert hatten.. Er bestand sein Abitur mit der sehr guten Note von 1,9.

2012 lief er die 400m in 53,64, 2013 die 800m in 1:56,45, 2014, die 1500m in 3:51,93 und dann die 3000m in 8:25,04. Schließlich die 5000m in Koblenz in 14:27,24. Am 27.07.2014 nahm er an der 114. Deutschen Leichtathletik-Meisterschaft 2014 im Ulmer Donaustadion teil und lief mit dem deutschen Meister Richard Ringer.

Aufgrund seines Leistungsvermögens und auf Empfehlung seines Trainers, will er sich von nun an auf die 5000m konzentrieren. Deshalb wird er nach Regensburg umziehen, seine Ausbildung fortführen und mit seinem Trainer Kurt Ring diese Strecke in Angriff nehmen. Mit seiner Erfahrung und seinem Wissen, könnte ihn Kurt Ring (Leichtathletik Coaching-Academy), der die LG Telis Finanz Regensburg zu einem in ganz Deutschland anerkannten Verein herausgebracht hat, zu einem sehr guten Läufer machen. Bei der 5000m-Strecke, hat er ohnehin einen knappen Platz unter den Top Ten. in Deutschland. Mit viel Arbeit und Wille, die Berge versetzen kann, könnte er es in den nächsten 3-4 Jahren schaffen, einer der großen zu werden

Eventuell könnte er für die algerische Auswahl laufen, falls die deutsche, ihn nicht vorher beansprucht. Seit der Zeit des großen Läufers Morcelli, leidet der algerische Leichtathletik-Sport an Leistungssportlermangel und das Sportmanagement sollte sich daher Mühe geben und die algerische Talente ansprechen, auch junge Fußballspieler, egal wo sie sich befinden. Avis aux Amateurs !

Die Initialzündung dieses Stadtlaufes 2014

Tim Ramdane Cherif AH Berrahma 3

Foto oben: Staffelläufer, Tim Ramdane Cherif, 2ter von rechts hinterer Reihe, Leni 2te von rechts vorderer Reihe

Wie Achim Achilles, der Initiator dieses neuen Laufes, der AH-Redaktion mitteilte, war diese Idee 10 Jahre lang in seinem Unterbewusstsein verankert, bis er 2014 entschied, diese Idee zu verwirklichen. Es war simpel: der Sport gehört nicht nur den Spitzensportlern, aber auch dem Breitensport, bzw. Freizeitsport. Damit sollen sportliche Aktivitäten, die überwiegend der körperlichen Fitness, dem Ausgleich von Bewegungsmangel, dem Ausdauersport und dem Spaß am Sport dienen sollen, angeheizt werden.

Er wollte auch zeigen, mit welchem ungeheuren Tempo, die Weltspitze unterwegs ist. „ Selbst mit einer so hochkarätigen Staffel, haben wir es nicht geschafft, Leonard Komon zu schlagen. Er verdient unsere allerhöchste Anerkennung“, erklärte Achim Achilles. In seiner charmanten Art, sagte er auch, „hätte ich gewusst, wie knapp das Rennen wird, wäre ich natürlich viel schneller gelaufen.“(!)

Die Information für die Initiale Zündung lieferte mir aber Mathias Krenski, Presse-Sprecher von SportScheck, in dem er einen gewissen Marathonlauf in New York erwähnte.

Vor einigen Jahren fand der New York City Marathon statt. Da liefen die großen dieser Welt mit, wie Haile Gebrselassie, Paul Tergat. Und dann auf einmal lief inmitten dieser Superstars einen einfachen „dünngekleideten“ Freizeitläufer, der nach ca. 200m außer Puste war und nicht mehr konnte. Und da entstand in den Köpfen dieser Spitzenläufer, der Gedanke „ Was tun, damit Freizeitsportler mithalten und Spaß haben können“. Dieser zum ersten Mal aufgeführte Staffellauf ist nun die Antwort.

Im Zusammenarbeit mit SCC Berlin und SportScheck, führender Multichannel-Sportfachhändler in Deutschland mit rund 1.600 Mitarbeitern und einen Umsatz von 320 Mio. Euro im Geschäftsjahr 2013/14, hat der selbsternannte Wunderläufer Hayo S. Alias Achim Achilles, 20 Läufer versammelt, die dann versuchen wollen den 10 km-Weltrekord auf der Straße, die 26:44 min von Leonard Patrick Komon, in einem Staffellauf zu brechen. Dies bedeutet: 20 Läufer sprinten je 500 Meter. Die Aufgabe klingt einfach. 20 gegen einen! Eine Staffel gespickt mit Spitzenläufern im Mix mit Freizeitläufern, 5 Frauen, 15 Männer.

Leni Heuck 0Der Anfang machte Ingalena Heuck (ehemalige Deutsche Halbmarathon-Meisterin 2010) als Startläuferin und das Ende Achim Achilles, dazwischen German Hehn (Senioren-Weltmeister über 800m und 1500m) Mathias Köhler (Sehbehinderter Paralympics-Teilnehmer) und Tim Ramdane Cherif. Die anderen Läufer sind unter www.achim-achilles.de zu finden.

Im Interview mit der AH-Redaktion, sagte die hübsche Ingalena Heuck, Mitglied bei LG Stadtwerk München und Mitarbeiterin bei SportScheck, dass Sie nur noch für den Freizeit Sport zu begeistern wäre. Mit Ihren 28 Jahren wirkt die zierliche Frau noch jünger und erstaunt mich mit dieser Aussage, denn als Deutsche Meisterin 2010, hätte Sie durchaus die Möglichkeit noch ins Geschehen einzugreifen, vielleicht beim Marathon oder 10.000m. Aber man muss Ihre Entscheidung respektieren.

Jedenfalls wurde sie von diesem Event begeistert, denn es schlägt eine Brücke zwischen Profisport und Breitensport. Beide Sportarten schaffen eine gewisse Nähe unter sich und zeigen wie schwierig, Höchstleistungen zu bewältigen wären. Die Freizeitläufer würden sagen: „Der Geist ist willig, aber das Fleisch ist schwach“. Der Körper ist in der Lage vieles zu können, aber nur mit regelmäßigem Training bis zu einem gewissen Alter.

Leni Heuck AH Berrahman 0Die Staffel gab viel Gas zu Beginn und nach der Hälfte der Zeit war sie auf Kurs. Zwischenzeitlich verlor sie über 34 Sekunden auf den Weltrekord. Tim Ramdane Cherif übergab, wie schon erwähnt, als Vorletzter der Staffel den Stab noch zwei Sekunden unter der Weltrekordzeit an den Schlussläufer Achim Achilles, der leider das Weltrekordtempo auf seinen 500m nicht halten konnte.

Foto links: Leni, Ingalena Heuck mit Hamid Berrahma, AH-Redaktion

Kein Weltrekord, aber die Weltjahresbestzeit!

Dem Wunderläufer Achim hätte nur ein Wunder helfen können!

„Ich hab´s verbockt“, gab Achilles später zu, bei einem gemütlichen Zusammentreffen der Läufer, Sponsoren und AH-Redaktion im Restaurant La Castellana in Steglitz, wo der Inhaber, geborener Palästinenser, Ibrahim Suleiman ein „Menu excellent“ servierte.

Die 20 Staffelläufer um Ingalena Heuck, Achim Achilles und Tim Ramdane Cherif sind nun knapp am Weltrekord gescheitert. Dennoch waren die „Weltrekordjäger“ erfolgreich in dem sie mit 27:14 Sekunden die 10 km-Weltjahresbestzeit schlugen.

An diesem Sonntag ist auch einen anderen Rekord gefallen, denn mit 6.603 Startern (512 Bambinis) verbuchte die traditionelle Generalprobe vor dem Berlin Marathon eine Rekordteilnehmerzahl.

Ibrahim SuleimanLahcene Ramdane CherifMathias Krenski

Linkes Foto: Ibrahim Suleiman, Inh. Restaurant la Castellana; mittleres Foto: Lahcene Ramdane Cherif neben Achim Achilles; rechtes Foto: Mathias Krenski, SportScheck, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Fazit

Die Idee von Achim Achilles, die Organisation von SCC Berlin und die Finanziellen Zuwendungen der Titelsponsoren SportScheck und BMW haben es möglich gemacht, sie in einem gelungenen konkreten Event zu transportieren. Für die Läufer war es faszinierend zu erleben, dass ein einzelner Mann eine Leistung allein schaffen kann, die 20 zum Teil Hochsportler nicht schaffen konnten, nämlich einen Rekord zu schlagen.

An diesem sonnigen Sonntag in Berlin-Steglitz nahm Achim keiner übel, dass er es verbockt hatte, weil bei Sportlern gemeinsame Aktivität, Stimmung und Fairness über alles stehen. Bei einem ruhigen und warmen Ambiente mitten in einem der schönsten Vierteln Berlins, im Restaurant La Castellana, wurde alles vergessen. Bei einem zischenden Alkoholfreien Erdinger, konnte man den ersten Durst löschen und bei einer ausgezeichneten Mediterran Küche die leer gelaufenen Kohlenhydrat-Speicher genüsslich gleich wieder auffüllen.

Die Teilnehmer waren glücklich, es versucht zu haben und werden diesen Tag nicht so schnell vergessen.Sie bekamen auch eine Polar V800 GPS-Sportuhr im Wert von 449,50 Euro, einen Mietwagen zur An- und Abfahrt sowie die Hotelübernachtung in Berlin am Vortag des Laufes, die Möglichkeit mit dem lustigen und engagierten Achim und Spitzenläufern ein Ziel zu verfolgen, sowie Dank, Ruhm und Ehre.

TV  AH Berrahma 1Ich wünsche mir, dass mit Hilfe von SCC Berlin, Achim Achilles und AH-Redaktion, SportScheck und BMW dieses Event nächstes Jahr nochmal wiederholen, denn ein Rekord jagt den nächsten, was auch das Schöne an Sport ist.

Wer etwas will, findet Wege. Wer etwas nicht will, findet Gründe. In diesem Sinne bis 2015!

 

Foto links und unten: Fernsehteam mit Hamid Berrahma, AH-Redaktion, Läufer, SportScheck (Achim Krenski)

 

 

 

 Lauefer Berlin 1

Lauefer Berlin 2

 

Autor: Abdelhamid Berrahma, AH-Redaktion Sport und Kultur

NB:

Die AH-Redaktion Sport und Kultur möchte sich zukünftig nicht nur um besondere Personen der Sportwelt kümmern, sondern auch um Menschen aus anderen interessanten Bereichen des Lebens, die sich verdient gemacht haben. Wir wollen uns auch dem soziokulturellen Bereich widmen. Wer glaubt interessante oder sogar außergewöhnliche Landsleute oder besondere Freunde Algeriens zu kennen, kann uns gerne kontaktieren. Ich stehe im engen Kontakt mit dem algerischen Fußballverband. Junge algerische Fußball-Talente sind hier auch gefragt.

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