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Bazaar Berlin 12.11.– 16.11.2014: Am algerischen Stand

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hamid berrahma photo neuAutor: Abdelhamid Berrahma: AH-Redaktion für Kultur, Sport und Wirtschaft

Stellvertretender Vorstandsvorsitzender von Dar El Djazair

 

Bazaar import logo de12.11.2014 – 16.11.2014, Messe Berlin

Nach fünf Tagen Interessanten Markttreibens ist der Bazaar Berlin 2014 am Sonntag (19 Uhr) zu Ende gegangen. 568 Hersteller und Händler aus 62 Ländern präsentierten in den Hallen am Berliner Funkturm ihre Waren.

Hochwertiges Kunsthandwerk, Teppiche, Korbwaren, Musikinstrumente, Ethno- und Designschmuck, Naturkosmetik, außergewöhnliche Kreationen von Mode und Accessoires und vieles mehr.

In der Halle 10 präsentierten die Algerischen Kunsthandwerker die Vielfalt des algerischen Kunsthandwerks, Beni Yenni -Schmuck aus der Kabylei, dekorative Keramik aus dem algerischen Raum, traditionelle Teppiche aus Ghardaia, Bekleidung aus Algier.

Berrahma Bazaar 1Bazaar 2014 1

Bazaar Berlin 2014 AH-Redaktion (Berrahma, links), Karim Ouazzar (Bijouterie Beni Yenni Tizi Ouzou), rechts

Viele der 38.000 Besucher waren mit dem hohen Niveau der Veranstaltung zufrieden und gaben dem Angebotsspektrum gute Noten. Die Ausgaben pro Besucher lagen mit 125 Euro etwa wie im vergangenen Jahr. Das bedeutet einen Gesamtumsatz von ca. 4,8 Millionen Euro für die Aussteller.

Als „Partner des Fortschritts“ im Jahre 1962 gestartet, fand die internationale Verkaufsausstellung für Kunsthanfwerk bis zum vergangenen Jahr unter dem Namen „Import Shop Berlin“ statt.

Ab 2014 nun „Bazaar Berlin“! Neu ist ein spezieller Ausstellungsbereich für Fairen Handel – der FAIR TRADE MARKET. Handeln und verhandeln spielte auf der Veranstaltung schon immer eine große Rolle. Besonders das Thema Fair Trade gewinnt stark an Bedeutung. Das Interesse an fair gehandelten Produkten ist in Deutschland in den vergangenen Jahren stetig gewachsen.

Der nächste Bazaar Berlin findet vom 11. bis 15. November 2015 statt

Bazaar 2014 Benslimane 1Bazaar Berlin 2014 Tapis traditionnel du Mzab, Benslimane Mahfoud, Bousnane Brahim

Bazaar 2014 Khima 2

Tapis Traditionnel du Mzab – Benslimane Mahfoud – Place du marché Ghardaia (Algérie)

Damals hieß es Import Shop Berlin

2004 hieß, wie schon erwähnt, Bazaar Berlin, Import Shop Berlin. Damals waren 25 algerische Kunsthandwerker anwesend. Der Manager Mahmoud Kara-Mostefa hatte alles organisiert. Der Musiker Lamine Belaala (Deutsch-Algerischer Kulturverein e.V. Berlin und nun auch Dar El Djazair Hamburg) ist aufgetreten und hat durch Gesang und Musik gute Laune unter den zahlreichen Besuchern, die auf einmal beim algerischen Stand Halt gemacht hatten, ausbreiten lassen.

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Import Shop Berlin 2004, Musiker Lamine Belaala, M. Mahmoud Kara-Mostefa (Manager der Kunsthandwerker), Algerischer Botschafter S.E. M. Hocine Meghar, M. Abdelhamid Berrahma, Deutsch-Algerischer Kulturverein e.V., Berlin, Dr. Redouane B.

Die Idee des Managers war, die Kunstobjekte aus Algerien in einem Laden in Berlin auszustellen und zu verkaufen, denn während der Messe hat man kaum Zeit, seine Ware an den Mann zu bringen. Denn unsere Produkte sind noch zu unbekannt, dies weil der Kulturaustausch zwischen Deutschland und Algerien fast inexistent ist. Hier müssen algerische Kulturvereine in Zusammenarbeit mit dem Ministerium für Tourismus und Handwerk tätig werden.

Wie und mit welchen Mitteln lautet die Frage. Besteht überhaupt Interesse seitens Algeriens, damit unsere Kunstobjekte und Kultur bekannt werden?

Bei Bazar Berlin 2014 hatten nur fünf (5) Handwerker ausgestellt. Diese Handwerker mussten die Kosten für Flug und Logis selber finanzieren (!?).

Die Kosten für die Messestandmiete wurden von der AHK Algerien mit Hilfe der Sponsoren Knauf Algérie, SOVAC, Bomare und Heidelberg Algérie übernommen. Bravo!

Man fragt sich nun, wo die Beteiligung Algeriens bleibt. Wieso hat sich das Ministerium für Tourismus und Handwerk (Ministère du Tourisme et de l´Artisanat) nicht an den Kosten beteiligt?

Wieso hat dieses Ministerium nicht mehr Kunsthandwerker ermuntert bei der Messe Bazaar Berlin 2014 auszustellen, in dem es z. B. die Kosten übernimmt. Wir erinnern uns, 2004 gab es 25 algerische Aussteller. Nun 5 x weniger!

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Bazaar Berlin 2014: Mme Rebekka Hilz (AHK Algerien), Mme Soraya Bentkorbi (Galerie d´Art), S.E. M. Nor-Eddine Aouam, Algerischer Botschafter, M. Akram Khelifati (Galerie Terres des Arts), Abdelhamid Berrahma (AH)

 

Galeries D Art AlgerNeben dem Stand Algeriens gab es der Stand Marokkos und hier wurden alle Kosten der Austeller vom Staat Marokko übernommen.

  1. Wieso ist das nicht der Fall bei uns?
  2. Algerien ist das reichste und größte Land Afrikas. Wer ist verantwortlich für diesen Status quo?
  3. Was muss bei uns geschehen, damit Verantwortung von kompetenten Managern endlich übernommen wird?

Sicher ist die Tatsache, dass die Aussteller nicht zufrieden waren. Man konnte es spüren.Wenn das so weiter geht, dann kommt keiner mehr nach Berlin, was sehr Schade wäre.

Trotzdem haben uns diese fünf Austeller stolz gemacht, in dem sie bereit waren, all dieser Strapazen auf sich zu nehmen, inklusiv Zollformalitäten und uns mit ihren Kunstobjekten ein Stück Algeriens nach Berlin zu bringen. Die Kunst gibt nicht das Sichtbare wieder, sondern macht es sichtbar.

Jedenfalls, Ernst ist das leben, heiter ist die Kunst!

 

Foto rechts: Galeries d´Art – Couleurs & Patrimoine – Mme Soraya Bentkorbi:  4, Rue Yahia Mazouni – El Biar – Alger (ex. Poirson, à côté du Centre Culturel Italien)

 

Dans le Journal El Moudjahid du 10 novembre 2014, « la ministre du Tourisme et de l´Artisanat, Nouria Yasmina Zerhouni a réaffirmé à Alger, la détermination de son secteur à assurer l´accompagnement nécessaire aux artisans dans le but d´améliorer la qualité des produits en perspective de leur commercialisation à l´échelle internationale. »

Comment peuvent-ils commercialiser leurs produits sans les présenter auparavant à grande échelle à l´Étranger lors des salons de l´artisanat ? A l´heure où les prix du pétrole poursuivent leur chute, comment booster les exportations hors hydrocarbures, si aucun intérêt n´est porté aux produits algériens exportables ? Question qui mériterait réponse.

... Fortsetzung folgt

 

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