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Jijel (Nordost-Algerien): 2.000 Ehemalige Dorfbewohner (heute 4.000) kehren zu ihren Mechtas zurück

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Erreguenne Jijel 1Nach zwanzig Jahren Leere kehrt das Dorfleben in sechs (6) Mechtas (Dörfer) der Kommune Erraguene-Souici der wunderschönen Provinz Jijel im Nordosten Algeriens zurück. Für die ehemaligen Dorfbewohner dieser Wald- und Bergregion, die während des algerischen Terrorismuskriegs der 1990er Jahren ihre Häuser verlassen mussten, beginnt im diesjährigen Frühling ein neues und friedliches Leben.

Die Familien der 6 Mechtas: Tighladene, Gueroua, Aouaâsna, Adjemani, Ouled Bourenane und Lalouaoucha in den gebirgigen Gemeinden Ziama-Mansouriah und Selma Benziada haben sich entschlossen in ihre Herkunftsorte zurückzukehren und ein neues, friedliches Leben zu beginnen.

"Was früher als unvorstellbar galt ist heute eine greifbare Realität vor Ort", sagte stolz Abdelkader (72 Jahre), ein Familienvater aus Tighladene.

"Von ehemals 2.000 Einwohnern kamen (seit 2013) 4.000 Seelen zurück", freut sich der junge Bürgermeister von Erraguene Souici, Said Boukefous, über die Dynamik der Bürger, in ihre Heimat zurückzukehren.

Die Bürger dieser Dörfer, wo besonders im Winter, wenn überall Schnee liegt, ein raues und kaltes Klima herrscht, mussten aufgrund der damaligen schwierigen Sicherheitslage fliehen und ihre Häuser verlassen.

Ein Kontrollbesuch des Gouverneurs (Wali) der Provinz Jijel dieser KommuneAli Bedrici, überbrachte die gute Nachricht. Das Leben in allen Mechtas ist wieder ganz normal und sicher. Die Eröffnung eines Jugendzentrums mit direktem Blick auf das mythische Wasserkraftwerk dieses Ortes markiert den Anfang vom Ende der Isolation dieser Region, wie mehrere Bürgerinnen und Bürger dieser Gemeinde gegenüber der algerischen Nachrichtenagentur (APS) bestätigten.

Laut dem Provinzdirektor für öffentliche Arbeiten sind viele kommunale Straßen saniert worden, um die Verbindungen zwischen den Mechtas (Dörfern) zu verbessern. Viele Projekte wurden realisiert, um die Rückkehr der ehemaligen Dorfbewohner zu ermöglichen, u.a. die Errichtung eines neuen Rathauses, die Bereitstellung von ländlichen Sozialwohnungen und kleinen Gewerberäumen, die Versorgung mit Strom und Trinkwasser, der Bau eines Sportplatzes, einer zentralen Schule und eines Gesundheitszentrums mit mehreren Ärzten, inkl. Zahnarzt und Apotheker, sowie die Einrichtung eines Schulbusses für den Schulbetrieb in den Dörfern. (übertragen ins Deutsche, Quelle aps.dz)

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