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Mohamed Larbi Ben M'Hidi: Vor 56 Jahren wurde ein großes Symbol der algerischen Revolution ermordet

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Ben Mhidi DZ 1Larbi Ben M'hidi wurde 1923 in Douar Kaouahi in der Region Ain Mlila (Constantine) geboren. Er war einer der wenigen Algerier, die Grund- und Sekundarstufe besuchen konnten. Dies ermöglichte ihm später als Buchhalter in Biskra zu arbeiten.

Beeinflusst durch die Lehren von Mubarak al-Mili ging er nach Constantine. In 1945 Ben M'Hidi schloss er sich der Bewegung der Freunde des Manifests und der Freiheit an und nahm am Kongress im März 1945. Bei den Demonstrationen am 8. Mai 1945 wurde Ben M'hidi verhaftet und im Gefängnis von Constantine gesteckt. Nach seiner Freilassung setzte er seine revolutionäre Tätigkeit fort. In den fünfziger Jahren verließ er Constantine  und ging nach Algier und Oran. Am Ende wurde er als Staatsfeind der sogenannten "Verschwörung von 1950" - Gruppe von der Polizei gesucht.

Er wurde in Abwesenheit zu zehn Jahren Haft, 10 Jahre des Exils und die Aberkennung der bürgerlichen Ehrenrechte, verurteilt. Um der Polizei zu entkommen, musste Ben M'hidi ständig seine Identität wechseln, was ihm den Beinamen "Mann der 20 menschlichen Gesichter" brachte. Im April 1954 nahm Ben M'hidi an der konstituierenden Sitzung des Revolutionären Komitees der Einheit und Aktion (CRUA) teil, als Mitglied der Gruppe 22.

Als einer der besten intellektuellen algerischen Revolutionäre konnte er die politischen und militärischen Organisationseinheiten des Landes aufbauen und wurde Chef der algerischen Region West. In den Jahren 1955 und 1956 ging Ben M'hidi nach Marokko und Kairo als Abgesandter der algerischen Revolution. Er vertritt Oran am Soummam-Kongress (20. August 1956), wo er den Vorsitz der ersten Sitzung übernahm. Nach der Konferenz wurde er als Oberst ernannt, um die Koordination und Durchführung der Revolution Bereich von Algier zu organisieren.

Auf mehrere Treffen, die er in der Casbah (die Altstadt von Algier) gehalten hat, sagte Ben M'hidi immer wieder: "Algerien muss zu einem zweiten Diên Biên Phu werden". Er sagte auch: "Bringt die Revolution auf die Straße und Sie werden sehen, wir sie von 12 Millionen Menschen unterstützt wird." Er war auch einer der wichtigsten Initiatoren der berühmten Streiks "Generalstreik acht Tage" im Januar 1957.

Am 23. Februar 1957 wurde Larbi Ben M'hidi von Männern von Bigeart in einer Wohnung in der Avenue Claude Debussy, wo er sich versteckt hat, verhaftet. Am 6. März 1957 erklärte der Sprecher des Generalstabs der französischen Regierung auf einer Pressekonferenz, dass "Ben M'hidi Selbstmord in seiner Zelle begangen hat, durch Erhängen mit Fetzen seines Hemdes." Sein Selbstmord war in der Tat eine Farce, um seine Ermordung durch die Männer von Bigeart in der Nacht von 3. bis 4. März 1957 zu verbergen.  

Am 20. August des gleichen Jahres ehrte ihn die Zeitung El-Maudjahid mit den Worten: "Der Feind konnte den Wiederstand von Ben M'hidi nicht mehr sehen. Er würde Opfer der Sinnlosigkeit des französischen Folters während zahlreicher revolutionären Tage und Nächte. Ben M'hidi wurde schwer gefoltert, alle französischen Erfindungen von Foltertechniken wurden an ihn durch sadistische Folterer durchgeführt. Der Körper von Mohamed Larbi Ben M'hidi war zerschlagen, zerbrochen und verrenkt. Wir wissen jetzt, dass seine Würde intakt war und, dass sein Mut und seine unerschütterliche Energie den Feind mit Scham gefüllt hat." (Quelle www.algerie-monde.com)

Im Folgenden der aktuelle deutsche Wikipedia-Eintrag über Mohammed Larbi Ben M'Hidi

Mohammed Larbi Ben M'hidi (* 1923 in El Kouahi im heutigen Wilaya Oum El Bouaghi; †1957 in Algier) (arabisch ‏محمد العربي بن مهيدي‎) war ein bedeutender algerischer politischer Führer im Algerischen Unabhängigkeitskrieg. Er wurde im Februar 1957 von französischen Fallschirmjägern festgenommen, als er Guerillaeinsätze der Front de Libération Nationale(FLN) bei der Schlacht von Algier koordinierte, und vom französischen Geheimdienst zu Tode gefoltert. Sein als „Selbstmord“ deklarierter Tod wurde am 6. März 1957 bekannt gegeben. In Algerien wird er als Nationalheld verehrt. Eine Universität in der algerischen Stadt Oum el Bouaghi ist nach ihm benannt.

 Im Jahr 2000 gestand General Paul Aussaresses den Einsatz der Folter im Krieg und suchte ihn zu rechtfertigen. Er gestand ebenso die Ermordung des Anwalts Ali Boumendjel und Larbi Ben M'hidis.[1]

 

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