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Ein französischer Senator fordert die Anerkennung des "Kolonialverbrechens" in Algerien

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on-noie-les-algériensEine gute Woche vor dem 60. Jahrestag des Ausbruchs des algerischen Befreiungskrieges fordert der französische Senator Pierre Laurent den französischen Staatssekretär im Verteidigungsministerium auf, der für die Veteranen und die Kolonialgeschichte zuständig ist, die Kolonialarchive der Öffentlichkeit zu stellen und das französische Kolonialverbrechen in Algerien offiziell anzuerkennen.

In seinem Brief an den Staatssekretär fordert der Chef der Europäischen Linken, Pierre Laurent, ausdrücklich Frankreich auf, "die Archive zu öffnen und die kolonialen Verbrechen anzuerkennen". Es ist an der Zeit, dass Frankreich seine Verantwortung für die Verbrechen gegen die Menschlichkeit während seiner Kolonialzeit in Algerien übernimmt, schreibt er.

Mit diesem Brief öffnet Pierre Laurent die Debatte über ein sehr sensibles Thema für Frankreich, nämlich die Anerkennung seiner Kriegsverbrechen in Algerien.

Der Senator erinnert an den Massaker vom 17. Oktober 1961 und verlangt die Öffnung der Archive dieses Vorfalls. Am 17. Oktober 1961 ließ Maurice Papon als Polizeipräfekt eine Demonstration von Algeriern blutig niederschlagen. Dabei starben mindestens 40 Menschen, beklagt er.

Pierre Laurent prangert in seinem Brief den französischen Staat an, dass es wünschenswert wäre, wenn der Zugriff auf das Staatsarchiv nach transparenten und wohldefinierten Operationen und Verfahren eines demokratischen Staats geregelt wäre. Den Wissenschaftlern und Historikern aus beiden Ufern des Mittelmeers muss einen vollen freien Zugang zu den Archiven gewährt werden, damit sie zusammen arbeiten und kooperieren können. (übertragen ins Deutsche, Quelle algerie-focus.com)

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