www.algerien-heute.com

  • Increase font size
  • Default font size
  • Decrease font size

Vor 34 Jahren starb der bedeutendste Präsident Algeriens: Houari Boumedienne

E-Mail Drucken PDF
Benutzerbewertung: / 3
SchwachPerfekt 

boumediene DZVor 34 Jahren, am 27. Dezember 1978 starb der bedeutendste Präsident Algeriens, Hourai Boumedienne. Selten nur fanden Staaten der Dritten Welt so viel Aufmerksamkeit wie beim damaligen Tode ihrer politischen Führer. Wer sprach schon in Europa von Algerien Houari Boumediennes, als dieses Land seinen Weg von der 1962 gewonnenen Unabhängigkeit zur fast gewaltsamen Industrialisierung der letzten Jahre suchte? Um so intensiver wird Spektakuläres registriert – wie Staatsbegräbnisse, von Szenen kollektiver Hysterie, schluchzender Minister und schreiender Massen begleitet.

Boumedienne, der große Revolutionär, Führer der Dritten Welt, vorbildlicher Staatschef, moderner Sozialist – solche Attribute gab es nach seinem Tod überall zu lesen und zu hören. Sie haben sicher ihre Berechtigung, aber auch ihre Nachteile. Gerade sein Tod offenbart eine Schwäche vieler Entwicklungsländer: die unmäßige Personalisierung der Macht.

Was hat Houari Boumedienne, der nur 51 Jahre alt wurde, aus Algerien gemacht? Seine Kritiker sagen, eine Diktatur. Das geht gewiß zu weit. Doch einen Mächtmißbrauch zu eigenem Nutzen warfen ihm auch seine Feinde nicht vor. Im Kampf gegen Korruption und Verschwendung blieb er stets ein unanfechtbares Vorbild. Sein Sozialismus hatte weniger mit Karl Marx als mit der Verhütung sozialer Ungleichheit zu tun. Boumedienne wurde nicht geliebt und nicht gefürchtet, er wurde geachtet. 

Eine der wichtigsten positiven Bilanzen seiner Macht war die algerische Außenpolitik. Der einstige Freiheitskämpfer Boumedienne machte sein Land zum Wortführer der Dritten Welt. Demonstrativ tagten 1973 die blockfreien Staaten in Algier, zwei Jahre später waren es die OPEC-Länder. Im New Yorker UN-Palast hat Algeriens Stimme genausoviel Gewicht wie im Nord-Süd-Dialog, wenn es um die Vertretung der Interessen der armen Länder geht. 

Es ist erwehnenswert, dass viele Menschen, vor allem seine Anhänger, hinter seinem Tod eine fremde Tötung durch Vergiftung oder eine tödliche Bestrahlung vermuten. Auch ehemalige ausländische Politiker sind der Meinung, dass der Präsident Hoaui Boumedienne vergiftet wurde. Der ehemalige irakische Außenminister, Hamed El Djabouri, sagte, dass der Präsident Houari Boumediene nach seinem Besuch in der syrischen Hauptstadt Damaskus, wo er an seinem letzten arabischen Gipfel teilgenommen hatte, vergiftet wurde (Quelle: www.lematindz.net)

إِنَّا لِلّهِ وَإِنَّـا إِلَيْهِ رَاجِعونَ (Allah yrahmou!)

 

Dedicated Cloud Hosting for your business with Joomla ready to go. Launch your online home with CloudAccess.net.