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Algerische Botschaft in Paris: Sinn und Zweck einer luxuriösen Zeremonie des 60. Jahrestages der algerischen Revolution

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Pavillon-Dauphine-Entrée-principaleEin völlig überzogene und überteuerte Zeremonie, die mehr als 40.000 Euro gekostet hat, wurde von der algerischen Botschaft in Frankreich am vergangenen Freitag (31.10.) am Vorabend des 60. Jahrestages des Ausbruchs des algerischen bewaffneten Befreiungskampfs am 1. November 1954 in einem der luxuriösesten Pariser Paläste organisiert.

Mehr als 300 eingeladene Gäste nahmen an diesem bewässerten Abend teil, an dem Cocktails und Champagne flott flossen, darunter der algerische Botschafter in Frankreich, Herr Amar Bendjama, und andere bekannte Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens, u.a. der Chef der Pariser Moschee, Dalil Boubekeur, Ferial Furon sowie Acia Benberkat der Vereinigung ”Franco-algériens Républicains rassemblés”. 

Die Zeremonie begann um 18:00 mit einem rauschenden Empfang im Pavillon Dauphine, im repräsentativen Empfangssaal des denkmalgeschütztes Gebäudes in der Nähe der Champs Elysee und dauerte bis nach Mitternacht.

Obwohl die Öffentlichkeit und das algerische Volk, das Recht auf Information und Transparenz über staatliche Ausgaben hat, wurden die Gesamtkosten dieser pompösen Feier offiziell nicht bekannt gegeben. Durch eine kleine Rechnung mit dem stolzen Listenpreis eines einzelnen Luxus-Cocktails des Pavillon Dauphine, der zwischen € 90 bis € 139 liegt; in diesem Preis sind Getränke, Dekoration, Blumenschmuck, Service, Kleidung etc. enthalten; und der Anzahl (300) der handverlesenen Gäste, kann allerdings der Grundpreis leicht berechnet werden, nämlich € 42.000,-.

Ist diese luxuriöse Art des Feierns des 1. November würdig und angemessen?

Die Kosten für diese aufwändige Zeremonie schockierte mehrere Vereine algerischer Staatsangehörigen in Paris. Herr Yougourthen Ayad, der Vorsitzende des algerischen ADRA-Vereins (http://association-adra.com/) in Frankreich ist über diese Summen "schockiert, entsetzt und empört". Er verurteilte das "Übertreiben" der Vertretern der algerischen Diplomatie in Frankreich. "Man feiert luxuriös und zahlt Zehntausende von Euros, während 26.000 algerische Studenten in Frankreich in Armut leben und Tausende von Algeriern unter dem Martyrium der Ausstellung des berühmten biometrischen Passes leiden, es ist unwürdig", kritisierte Herr Ayad scharf.

Herr Ayad erklärte: "Es geht nicht, um die Verurteilung unserer lieben Diplomaten oder Politiker, sondern um die Verschwendung der Staatsmittel der algerischen Nation zu denunzieren. "Kümmern Sie sich zuerst, um unsere Alten und unsere Studenten und hören Sie auf, das Geld des Volkes zu verschwenden! ", greift Herr Ayad empört an. (übertragen ins Deutsche, Quelle algerie-focus.com)

Der 1. November 1954 markiert für das algerische Volk und für alle freiheitsliebenden Völker der Welt das historische Datum der glorreichen algerischen Revolution. Der 1. November 1954 ist das Symbol für den unermüdlichen Freiheitskampf eines unbezwingbaren Volks gegen Unterdrückung und Freiheitsraub. Der 1. November 1954 symbolisiert in erster Linie: Prinzipien, Einheit, Freiheit, Gerechtigkeit, Willen, Mut, Kraft, Kampf, Durchhaltevermögen, Genügsamkeit, Leidenschaft, Leid und viel mehr.

Was der 1. November 1954 eindeutiger Weise nicht symbolisiert ist u.a. den Luxus und den Überfluss der damaligen Kolonialherren, die auf Kosten der unterdrückten armen algerischen Bevölkerung in Algerien gelebt haben.

Es gibt sicherlich unbegrenzte Möglichkeiten, diesen, für Algerien wichtigsten Jahrestag, neben dem 5. Juli, angemessen, sinnvoll, vernünftig und stillvoll zu Gedenken.

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