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Generalstaatsanwalt in Algier eröffnet einen Ermittlungsverfahren gegen den ehemaligen Energieminister Chakib Khalil

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Chakib Khelil Korrutipn 1Der ehemalige algerische Minister für Energie und Bergbau, Chakib Khelil, wird wohl bald von der algerischen Justiz wegen schwerer Korruptionsvorwürfe im sogenannten Fall "Sonatrach 2" eingeladen werden. Denn der Generalstaatsanwalt am Amtsgericht von Algier, Herr Belkacem Zeghmati, ließ öffentlich mitteilen, dass ein Ermittlungsverfahren in einem Korruptionsfall des Wirtschaftssektors eröffnet wurde, der früher von Herrn Chakib Khelil geleitet wurde.

Die gleiche Quelle teilte auch, dass die Staatsanwaltschaft in Algier noch weitere Personen in Visier hat, nämlich Farid Bejaoui, der Neffe des ehemaligen Außenministers Mohamed Bejaoui. In diesem Zusammenhang ist inzwischen allgemein bekannt, dass der ehemalige algerische Energieminister Chakib Khelil in mehreren Korruptionsfällen verstrickt ist, die momentan von der italienischen Justiz verfolgt und in vielen Medien verfolgt werden.

Die bisherigen Ermittlungen haben gezeigt, dass sich der Eni-Chef des größten italienischen Erdöl- und Energiekonzerns, Paolo Scaroni mehrfach mit Farid Bedjaoui in einem Hotel in Paris getroffen hat. Bei diesen Treffen ging es um die Überweisung einer Summe von 197.000.000 $, damit das italienische Unternehmen ENI bei größeren internationalen Ausschreibungen von algerischen Projekten begünstigt wird.  Die Ermittler haben auch festgestellt, dass der damalige Energieminister Chakib Khelil an eine dieser Sitzungen teilgenommen hat.

Paradoxerweise, sagte der Eni-Chef, dass er keine besondere Schritte unternommen hat, damit Saipem, ein Tochterunternehmen von Eni, bei der Vergabe von algerischen Großaufträgen im Energiesektor gegenüber der Konkurrenz bevorzugt wird und erklärte, dass er "noch nie mit Chakib Khelil oder mit anderen algerischen Ministern über die Geschäftsaktivitäten von Saipem in Algerien gesprochen hat." Die italienische Staatsanwaltschaft hält dies aber für völlig "fremd", dass der Eni-Konzernchef nicht weiß, was seine Tochtergesellschaft Saipam in Algerien macht. Fakt ist, im Dezember 2012 führten die ersten schwerwiegenden Korruptionsverdachte im Zusammenhang mit den Aktivitäten von Saipem in Algerien zum Rücktritt des Vize-Präsidenten der Eni-Tochter Saipem, Herr Pietro Franco Tali, des Finanzchefs, Alessandro Bernini und des Bereichsleiters des Bau- und Ingenieurswesens, Pietro Varone.

Für die Person Paolo Scaroni sind Korruptionsfälle nicht neu. Im Jahr 1992 wurde in einem Skandal von Bestechungs- und Schmiergelder rechtskräftig verurteilt, ein Jahr und vier Monate Gefängnis. Zwanzig Jahre später enthüllte die italienische Presse, dass die Mailänder Staatsanwaltschaft ein Ermittlungsverfahren gegen Scaroni im Zusammenhang mit dem sogenannten Fall "Sonatrach 2" eröffnet hat. Der 66 Jahre alte Paolo Scaroni hat sein Unternehmen zum Mittelpunkt der großen Konzerne des schwarzen Golds manövriert. Laut der italienischen Presse, war er der beste "Freund" von Gaddafi und schamlos mit der Karte von Afrika gespielt.

Die Eröffnung des gerichtlichen Verfahrens gegen Chakib Khelil in Algerien und die parallel laufenden Ermittlungen in Italien werden uns wahrscheinlich neue algerischen Namen präsentieren und uns zeigen, wie der größte staatliche Energiekonzern Sonatrach gemanagt wird. Quelle www.lesdebats.com)

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