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Algerien ist nach Fraser-Institut ganz weit weg von einem freien Wirtschaftsmarkt

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FreeEconomictheWorldSeit 2005 verschlechterten sich die Rahmenbedingungen für die Entwicklung eines freien Wirtschaftssystems in Algerien stetig. Somit ist Algerien kein freier Wirtschaftsmarkt. So kann der Algerien-Teil des diesjährlichen Berichts (2013) der kanadischen Denkfabrik "Economic Freedom in the World" mit zwei Sätzen zusammengefasst werden. In acht Jahren fiel Algerien in den Top Ten der Länder der Welt mit dem niedrigsten Rang für die wirtschaftliche Freiheit zurück. Die anderen Länder Nordafrikas sind zwar besser, aber sie rangieren alle in der zweiten Hälfte der Afrika-Rangliste

Das extrem-liberale kanadische Fraser-Institut veröffentlicht jährlich einen Bericht mit dem Titel "Freiheit der Wirtschaft in der Welt". Nach der Definition der Fraser-Denker ist ein Land ein freier Wirtschaftamarkt, wenn seine "Regierung das Eigentum schützt und nur eine kleine begrenzte Anzahl von öffentlichen Dienstleistungen anbietet, wie z.B. die nationale Verteidigung... Darüber hinaus muss der Staat niedrige Steuern halten und keine Schranken für den nationalen und internationalen Handel bzw. Märkte errichten".

Algerien, der schlechte Schüler Nordafrikas nach der Lehre des Fraser-Instituts

Auf Platz 143 von 152 Plätzen der Länder der Welt positioniert sich Algerien, gefolgt von acht anderen Ländern, wie die demokratische Republik Kongo, Tschad, Myanmar und Venezuela. Das algerische Rechtssystem einschließlich des Eigentumsrechtes wird mit einer Punktzahl von 4 von maximal 10 niedrig bewertet. Auch die Größe, die Anzahl der Mitglieder der algerischen Regierung schneidet mit 4 von 10 Punkten schlecht abDoch das Land scheint im Bereich der Währung gute Werte zu erzielen, 7 von 10. Nach dem Bewertungsschema der kanadischen Liberalisten ist Algerien weit weg von einem Musterschüler eines freien Wirtschaftssystems in Nordafrika zu sein, wenn frau/man die folgenden Werte betrachtet: Privateigentum (1), Freier Handelsmarkt (2), Freier Wettbewerb (4), Schutz von Personen und Eigentum (4). Die wirtschaftliche Freiheit in Algerien wuchs wischen 1990 und 2005 stetig, fiel dann bis 2011 ab. Die anderen Länder Nordafrikas schneiden zwar besser als Algerien ab, bleiben aber in der zweiten Hälfte der Weltrangliste stecken, wie z.B. Tunesien auf Platz 81 mit einer Gesamtbewertung von 6 von 10 in allen Bereichen. Für die Freiheit seines internationalen Handels bekommt Marokko 4.5 Punkte von 10 und rangiert auf Platz 98, gefolgt von Mauretanien und Ägypten auf Platz 105 und 108. (übertragen ins Deutsche, Quellen maghrebemergent.com, freetheworld.com)

Auf Platz 118 dieser Weltrangliste befindet sich die Weltmacht China mit dem stärksten Wirtschaftsmarkt der Welt und gehört somit auch zu der roten Gruppe mit dem Prädikat "weit weg von einem freien Wirtschaftsmarkt", mit Algerien, Mali, Iran, Argentinien und Venezuela etc. Das schlechte Abschneiden Algeriens durch dieses Bewertungssystem kann aber auch zum Teil positiv interpretiert werden. Denn die Ausübung einer extrem-liberalen Wirtschaftspolitik eines wilden und asozialen Kapitalsystems, insbesondere in unterentwickelten Ländern kann zu einer totalen Ausbeutung des Landes und zur Verarmung eines Großteils seiner Bevölkerung führen. Vor allem, wenn die Eigentumsrechte an Boden und Bodenschätze extrem liberal und ohne jeglichen Schranken definiert werden. Um genau dieses zu verhindern haben alle bisherigen algerischen Regierungen, beispielsweise das Eigentum an Grund und Boden und/oder Immobilien in Algerien für Ausländer per Gesetz ausgeschlossen. Nur algerische Staatsbürgerinnen und -bürger dürfen in Algerien Grund und Boden und/oder Immobilen rechtlich erwerben und besitzen. Auch das Erbrecht ist damit verknüpft. Durch dieses algerische Eigentumsrecht wurde das algerische Grund und Boden geschützt und seine totale Ausbeutung verhindert. 

Da der allgemeine Entwicklungsstand der meisten Länder der Welt zum größten Teil extrem unterschiedlich ist, sollte meiner Meinung nach, das Fraser-Bewertungssystem nicht über alle Länder der Welt gleichermaßen angewandt und interpretiert werden. Das System könnte möglicherweise auf alle entwickelten Industrieländer verwendet werden, um ihre Märkte untereinander angemessen und optimal zu vergleichen, aber nicht, um z.B. die Märkte Kanada und Deutschland mit den Märkten Tschad und Mali zu vergleichen und um aussagekräftige Erkenntnisse über die Qualität der Wirtschaftsmärkte Tschad und Mali zu folgern.

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