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BRISANT: Auslieferung von Rafik Khalifa nach Algerien vor Ende dieses Jahres. Ein Erfolg der algerischen Justiz?

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 khalifa kopieDer ehemalige algerische Magnat Rafik Khalifa wird aus Großbritannien nach Algerien bis Ende des Jahres ausgeliefert, gab am Montag (16.12.) das britische Innenministerium bekannt.

Der von der französischen und algerischen Justiz wegen Bankrott, Betrug und Unterschlagung öffentlicher Gelder verfolgte ehemalige Top-Manager Rafik Khalifa wird bis Ende des Jahres Großbritannien in Richtung Algerien verlassen müssen, nach dem er alle rechtlichen Möglichkeiten  in London ausgeschöpft hat.

"Mr. Khalifa wurde eine Berufung vom Obersten Gerichtshof in London am 3. Dezember verweigert. Er wird innerhalb von 28 Tagen, ab Datum dieser Erklärung ausgeliefert werden".

"Alle Versuche von Rafik Khalifa, seine Auslieferung nach Algerien zu verhindern wurden von den britischen Behörden abgelehnt", sagte ihrerseits am Montag die Stellvertretende Staatsanwältin des Strafgerichtshofes von Nanterre der Pariser Region, Mme Marie-Christine Daubigney während einer Verhandlung des Khalifa-Verfahrens.

Zur Erinnerung, nach dem Finanz-Skandal der Khalifa-Bank und dem Bankrott mehrerer Unternehmen der Gruppe Khalifa floh Rafik Khalifa im Jahr 2003 nach Großbritannien. Seit seiner Verhaftung in London im Jahr 2007 stand er unter der Drohung der Auslieferung nach Algerien oder nach Frankreich.

Im April 2010 sprach sich das britische Innenministerium für seine Auslieferung. Daraufhin legte der Anwalt des Geschäftsmanns einen Einspruch ein, um die Auslieferung auszusetzen.

Bereits im Jahr 2007 wurde der ehemalige "Goldjunge" von der algerischen Justiz wegen Verschwörung und betrügerische Insolvenz zu lebenslanger Haft in Abwesenheit verurteilt.

In den späten 1990er Jahren bestand das Reich Khalifa aus einer Bank, einer Fluggesellschaft und zwei TV-Kanälen und 20.000 Mitarbeitern in Algerien und Europa. Gefördert durch mächtige Beschützer wurde der junge Chemiker Rafik Khalifa ein Milliardär, der eine extravagante Nachtleben in Cannes (französische Riviera/Süd-Frankreich ) mit vielen internationalen Stars gerne genoss.

Der Zusammenbruch seines Imperiums im Jahr 2003 brachte dem algerischen Staat einen großen Schaden, der zwischen 1,5 und 5 Milliarden Dollar geschätzt wird. (übertragen ins Deutsche, Quelle algerie1.com)

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