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Der Fall Khalifa wird öffentlich verhandelt! Ein Zeichen für eine positive Entwicklung?

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Minister Louh JustizAlgier - Der algerische Justizminister Tayeb Louh gab am Donnerstag (09.01.) in Algier bekannt, dass das Gerichtsverfahren des ehemaligen Chefs der Khalifa-Bank "öffentlich in Übereinstimmung mit dem algerischen Gesetz fortgesetzt wird".

In einer Erklärung am Rande einer Sitzung des Rates der Nation, (die zweite algerische Kammer, ähnlich wie der deutsche Bundesrat) an die algerische Presse sagte der Justizminister Tayeb Louh, dass jetzt der Fall Khalifa in den Händen der algerischen Richter liegt und von ihnen transparent fortgesetzt wird. "Es gibt Gesetze, Strafverfahren und Bestimmungen, die die Durchführung von Verfahren und rechtliche Schritte regeln. Das Verfahren Khalifa-Bank wird im Rahmen des algerischen Rechtssystems fortgesetzt", erklärte der Justizminister auf Fragen der Presse und fügte hinzu: "Die Verfahren erlauben und führen zu einer öffentlichen Anhörung in Übereinstimmung mit dem Gesetz", sagte Minister Louh. (übertragen ins Deutsche, Quelle aps.dz)

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Dass das Verfahren gegen das bisher größten algerischen Wirtschaftsmanagers, Ex-Magnat Abdelmoumene Khalifa, öffentlich, vor den Augen aller Algerierinnen und Algerier und aller Welt aufgerollt und verhandelt wird, ist ein Novum in Algerien. Noch nie in der Geschichte Algeriens wurde so ein komplexer Fall in Sachen Wirtschaftskriminalität und Korruption von der algerischen Justiz öffentlich behandelt.

Hut ab, Herr Justizminister! Diese Entscheidung ist sehr mutig und ein sehr guter Anfang, worauf alle Algerierinnen und Algerier seit der algerischen Unabhängigkeit 1962 gewartet haben. Eine transparente und, nach den gültigen Gesetzen, gerechte Behandlung dieses Falls gibt der algerischen Justiz die beste Chance und die optimale Gelegenheit, Vertrauen und Respekt bei allen algerischen Bürgerinnen und Bürgern zu gewinnen. Der Fall ist auch bestens geeignet, ein klarer Präzedenzfall für alle bekannten Fälle, wie Chakib Khelil, Farid Bejaoui etc. zu werden. Die algerische Justiz kann und muss diese Chance wahrnehmen und auf gar keinen Fall verpassen.

Der ehemalige Chef der Khalifa-Group wurde, nach 10 Jahren Flucht, am 24.12.2013 von den britischen Justizbehörden an die algerischen Justizbeamten übergeben.

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